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2016-05-28

DREAM THEATER - The Astonishing (revisited)

Nein, ich habe mir das aktuelle Dream Theater-Album nicht auf LP nachgekauft. Das ist nach wie vor viel zu teuer.

Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl, meine Rezension vom Februar nach unten korrigieren zu müssen.


Nach einem geilen Konzert neige ich eigentlich dazu, den aktuellen Tonträger des Künstlers - wenn vorhanden - in den folgenden Tagen hoch und runter zu spielen.

Das  Dream Theater-Konzert zu "The Astonishing" in Hannover fand am 4. März statt, ist also gut drei Monate her. Seitdem habe ich das Album satte zwei Mal gehört, nämlich Mitte April während einer langen Autofahrt Richtung Holland, und jetzt gerade, während ich das hier schreibe.

Ist das Album mit etwas Abstand tatsächlich so viel schlechter geworden?

Eigentlich nicht. Es gibt zwar - wie damals schon festgestellt - ein paar zu kitschige Aussetzer, aber im Großen und Ganzen ist an der Musik auf "The Astonishing" kaum etwas zu beanstanden.
Die Performance von James LaBrie ist nach wie vor großartig, vor allem wenn man bedenkt, dass er hier gegen eine sehr maue Story ansingen muss.

Eigentlich muss ich meine Rezension nur in drei Punkten korrigieren:
  1. Ich habe unterschätzt, wie sehr die generische disneykitschige Geschichte auf Dauer nervt.
  2. Das Album ist doch einfach viel zu lang. Live habe ich es daran gemerkt, dass ich in der zweiten Hälfte des ersten Aktes ungeduldig wurde und mich in der Mitte des zweiten Aktes z.T. schon gelangweilt habe. Und zu Hause merke ich es daran, dass ich im Zwifelsfall jeder anderen Neuerscheinung des Jahres den Vorzug gebe. Warum die ganzen 34 Tracks durchstehen, wenn ich in der Zeit drei geilere Alben hören kann?
  3. Schon weil diese beiden Punkte viel größeres Gewicht haben, als ich zunächst angenommen habe, ist meine Einschätzung, "The Astonishing" im obersten Drittel der Dream Theater-Veröffentlichungen einzusortieren, wohl falsch. Mehr als unteres Mittelfeld kann nicht drin sein.

Das macht "The Astonishing" noch immer nicht zu einem Totalausfall, es ist schließlich immer noch Dream Theater. Aber in meiner Jahresendliste dürften Petrucci und Co. damit sicherlich nicht landen. Und um die Krone der Progressive Metal Band Nummer 1 müssen sich vorerst auch andere Gruppen prügeln.

Review der neuen Haken folgt demnächst! ;)



2016-05-27

CULT OF LUNA and JULIE CHRISTMAS - Mariner

Mein letztes Review an dieser Stelle war ja  Sinistros "Semente", ein wunderbares Album, welches man z.B.  als female fronted Doom/Post Metal/Sludge labeln könnte.

Und da mir Abwechslung am Herzen liegt, mache ich jetzt mit einem Werk weiter, welches man stilistisch z.B. als female fronted Doom/Post Metal/Sludge bezeichnen könnte.

Ok, das liest sich ziemlich ähnlich. Was die Norweger Cult Of Luna gemeinsam mit Ex-Made Out Of Babies-Sängerin Julie Christmas auf "Mariner" präsentieren, unterscheidet sich allerdings trotz offensichtlicher Gemeinsamkeiten in seiner Gesamtheit erheblich vom Album der Portugiesen.




CULT OF LUNA and JULIE CHRISTMAS - Mariner (green/clear vinyl 2LP) (2016)

Inhaltlich ist schon angesichts von Cover und Titel schnell klar, wohin die Reise geht, nämlich nach oben und noch viel weiter.

Das Verlassen einer verlorenen Heimat, der Eskapismus ins Weltall, die Einsamkeit des Seefahrers als Gleichnis zur Erforschung der Conditio Humana - diese künstlerischen Motive haben wohl schon unzählige Songs inspiriert und Albumkonzepte begründet. Meine Textanalyse befindet sich in diesem Fall indes noch im Larvenstadium, weshalb ich mich im folgenden ganz auf die musikalische Umsetzung konzentrieren möchte.

Und auf die Verpackung. Jene ist nämlich sehr ansehnlich geraten. Mein Foto gibt dies nicht wieder, aber das Layout des Gatefoldcovers der Doppel-LP spielt sehr schön mit den vier Farben grün, blau, gelb und lila. Entsprechend gibt es auch zu jedem Ton eine farbige Vinyledition mit passendem Frontcover.



Die Pressqualität ist leider zumindest bei meinem grünen Exemplar eher unteres Mittelfeld. Das dürfte durchaus gerne ein paar Mal weniger knacksen.


Musikalisch allerdings gibt es nichts zu beanstanden.

Cult Of Luna marschieren im mächtigen Midtempo unaufhaltsam voran und türmen dabei mächtig Riffs, Rhythmen, Keyboardklänge und Krach übereinander, dass es jedem Freund von Neurosis, Isis, The Ocean und Co. eine Freude sein sollte. Wirklich sehr intensiv und gewaltig.

Doch das Sahnehäubchen - und für mich auch ganz klar der zentrale Kaufanreiz - ist die Einbindung von Julie Christmas, die bei den meisten der sechs Longtracks (jeweils zwischen acht und fünfzehn Minuten) mit dem gleichen Gewicht wie alle regulären Bandmitglieder ins Songwriting involviert gewesen ist. Sobald sie den Mund öffnet, reißt sie das Geschehen aber naturgemäß deutlich an sich.

Wie beschreibt man am besten Christmas' Gesang? Die Dame hat eine variable Stimme, kann durchaus schön, mag es aber lieber manisch, kreischend, abgefahren. Die Art wie sie dabei einerseits total irrsinnig erscheint, aber doch immer catchy und irgendwie sogar melodiös bleibt, erinnert mich ein wenig an Karyn Crisis, viel mehr aber noch an den großen bekloppten Mike Patton. Ja, ich würde sagen, Julie Christmas ist das, was einen weiblichen Patton am nächsten kommt. Ich liebe diese Sängerin!

In ihrer Diskographie würde ich "Mariner" schon aufgrund des postmetallischen Soundwalls am ehesten mit dem Werk von Battle Of Mice vergleichen. Die oft loop-artigen, repetiven und sich analog zum instrumentalen Arrangement immer weiter steigernden Hooks sind als typisches Markenzeichen aber auch auf ihrer Soloplatte "The Bad Wife" und insbesondere dem letzten Album "The Ruiner" von Made Out Of Babies zu finden.

Allerdings findet Christmas ja gar nicht in allen Tracks von "Mariner" in gleichen Anteilen statt.

So wird der Opener "A Greater Call" noch eher vom Tiefgebrüll der Cult Of Luna-Mannschaft bestimmt, und die Rolle der Sängerin hat mit der ständigen Wiederholung des Mantras "We are not conquerors / We flow with the tide" schon beinahe instrumentalen Charakter.

Bei "Chevron" und erst recht dem Riesenohrwurm "The Wreck Of S.S. Needle" sind wir dann allerdings voll und ganz im Christmas-Land, bevor sie sich im dreizehnminütigen "Approaching Transition" ganz zurückzieht. Überhaupt schalten Cult Of Luna in diesem mit Ambient- und Tribalelementen verzierten Stück ein paar Gänge runter, ehe im (zumindest auf CD) abschließenden Epos "Cygnus" noch einmal vollkommen entfesselt - und doch mit maximalem musikalischen und emotionalen Tiefgang - aus allen Rohren gelärmt, geschrien, gebrüllt wird, dass am Ende keine Wünsche offen bleiben, außer sich diese saugelungende Großtat von einem Kollaborationsalbum möglichst bald wieder zu Gemüte zu führen.

Exklusiv auf LP gibt es jedoch mit "Beyond The Redshift" noch einen elfminütigen Nachschlag.
Zunächst fragt man sich, ob das Instrumentalstück sich wohl eher in Richtung Drone oder Ambient entwickeln wird. Es entpuppt sich dann aber als ein cineastischer Abspann in bester Tradition von John Carpenter. Muss man auch erstmal können.

Und solch einen Abschluss muss sich ein Album vor allem auch verdient haben. Kein Problem für "Mariner".

Dies ist definitiv kein Special Interest-Album, welches ausschließlich für Fans von Cult Of Luna und / oder Julie Christmas geeignet ist, sondern ein wirklich großes Ding für alle Fans unkitschiger epochalmächtigexzentrischmitreißender Sludgemusik.


Da kann man nur hoffen, dass es eines fernen Tages vielleicht doch eine Liveumsetzung gibt. In Tilburg vielleicht? *Zaunpfahl*

[edit: Es gibt im November nun tatsächlich fünf Live-Aufführungen zwischen Stockholm und Athen. Die sind allerdings alle zu weit weg für mich.]





Anspieltipps: The Wreck Of S.S. Needle, Cygnus, Approaching Transition

2016-05-16

SINISTRO - Semente

Und hier noch ein Review, für welches Roadburn direkt verantwortlich ist, handelt es sich doch um meine persönlich wichtigste Neuentdeckung auf dem Festival, die Portugiesen Sinistro.

"Recommended if you like: Swans, Lana Del Rey, London Grammar" sagt der Aufkleber auf der Hülle ihres zweiten Albums "Semente" und trifft damit schon ziemlich genau den Kern der Sache.





SINISTRO - Semente (LP) (2016)

Die Band besteht aus vier namenlosen Instrumentalisten (Y, F, P und R) und Sängerin Patricia Andrade, was man schon als Indiz werten könnte, dass die Dame in der Gesamtinszenierung der Band klar die Hauptrolle spielt (auch wenn sie als einzige Person im Artwork durch ihre Bewegung nicht zu erkennen ist). Dem ist zwar so, aber die Sache mit den Namen ist wohl eher zufällig erwachsen.

Auf ihrem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2012 waren Sinistro nämlich noch eine nur aus Kürzeln bestehende, rein instrumentale Post Rock-Band zwischen Neurosis-Heaviness und filmmusikalischen Klängen. Insgesamt irgendwo einzuordnen ins qualitativ hochwertige Feld von Bands wie Jakob, Mogwai oder Explosions In The Sky. Musik, die man, wenn der Shufflemodus des Musikplayers sie ausspuckt, zwar auf Anhieb super findet, die einen aber sicherheitshalber noch nachschauen lässt, welche Gruppe das eigentlich ist.

Im folgenden Jahr veröffentlichte die Band dann zusammen mit der in Portugal bekannten Theaterschauspielerin Patricia Andrade das gemeinsame Mini-Album "Cidade", welches als CD übrigens in einer sehr schönen dreieckigen Hülle kommt. Ohrenkino und Theater trafen hier so erfolgreich zusammen, dass man sich danach entschloss mit ihr als fester Sängerin weiterzumachen.
Zusammen mit dem visuell sehr bewussten Liveauftritt inklusive Videos zu jedem Song, kommt es also nicht von ungefähr, dass ich weiter oben von einer Inszenierung gesprochen habe.


Roadburn Festival 2016
Was auf "Cidade" schon hervorragend klappte, wurde auf "Semente" noch verfeinert und klingt nun eindeutig noch mehr nach Band als nach Projekt.

Doom mit Riffs, zum Teil so wuchtig, dass Vergleiche mit Conan oder Subrosa nicht übertrieben sind, angereichert mit melancholischen postrockenden Elementen, bildet die Basis der meisten Stücke. Passagenweise - oder im Titelsong auch komplett - prägen hingegen Electronica den Sound.
Das alles klingt durch die gekonnten, fließenden Arrangements und die hervorragende Produktion an sich schon sehr stimmig, wird aber zusätzlich noch durch die Stimme Andrades zusammengehalten und gekrönt.

Auch wenn ich es inhaltlich nicht verifizieren kann, da mein portugiesisch dafür nicht so ganz ausreicht, habe ich stark den Eindruck, dass die Sängerin hier tatsächlich ähnlich wie Lana Del Rey eine Kunstfigur kreiert, worauf ja auch ihr Bühnenauftritt deutet. Aber auch, wenn dies nur Patricia Andrades gewohnte Theatermanierismen sein sollten, zählt doch das Resultat, und jenes ist höchst beeindruckend und ergreifend.

Jede Zeile steckt voller Schönheit, Sehnsucht, Schmerz und Leidenschaft, vorgetragen in einer verzaubernden Stimme, zu der ich mir eigentlich gar keine Vergleiche aus den Fingern saugen möchte da dies wohl immer irreführend wäre.
Stellenweise kommt mir, wo wir schon bei Popstar-Referenzen sind, Kylie Minogue auf ihren "Abbey Roads Sessions" in den Sinn, in den höheren Lagen auch Lisa Gerrard von Dead Can Dance, was vermutlich vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Portugiesisch als Gesangssprache in meiner Musikwelt einen ähnlich exotischen Status innehat.


Das Alleinstellungsmerkmal Andrade ist durchaus der zentrale Schlüssel zu "Semente". Doch Songwriting und Arrangements stehen ihrer Präsenz in nichts nach.

Ein Stück wie das alle Stärken der Band zusammenfassende "Relíquia" gehört für mich jetzt schon ganz klar zu den Liedern des Jahres.

Ganz großer Doom!


SINISTRO - "Partida" - (official video premiere) from Season of Mist on Vimeo.


Anspieltipps: Relíquia, Partida, Fragmento


2016-05-15

MENHIR - Hiding In Light

Ein schwarzer Klotz mit goldenen Sprenkeln. Ist es Meteorgestein? Der kleine Bruder des Monolithen aus "2001"?

Mit einer Auflage von achtzig Stück ist das kultig dekorative Silikonobjekt immerhin ähnlich rar wie Gekrümel aus dem Weltraum. Allerdings - und hier setzt die potentielle Wertminderung ein - muss man es zerstören, will man an den darin eingeschlossenen Tonträger kommen.

Das habe ich zwar bisher  nicht übers Herz gebracht; dennoch kann ich dank im Kauf enthaltenen bandcamp-Download auch ein paar Worte zur Musik auf der aktuellen EP der Holländer Menhir sagen.

(Und ehrlich gesagt besitze ich auch gar kein Tapedeck mehr, welches gut genug ist, um mir einen hörbaren Mehrwert gegenüber den Digitalversionen zu bieten.)




MENHIR - Hiding In Light (Tape/mp3) (2016)

Disclaimer: Dieses Review kann u.U. Vergleiche enthalten, die ich neulich schon in meinem Roadburn-Bericht verwendet habe.

Astrosludge nennt die Band ihren Krach, den sie hier in Form von drei fünf- bis sechsminütigen Tracks auf die Welt loslässt. Und tatsächlich erfasst der Begriff auch die beiden Kernmerkmale des Sounds. Denn zum einen produziert das Trio aus Schlagzeuger und zwei Bassisten eine ungeheuer wuchtige Lärmwand auf höchster Noise- und Zerrstufe, zum anderen enthalten die Songs aber auch viele spacig schwebende Elemente, welche allerdings weniger trippig klingen, sondern vielmehr bedrohlich wie ein alle kosmischen Hinternisse durchbrechender, unaufhaltsamer Todesstern auf dem weg zu deinem Planeten.

Menhir klingen also ziemlich urgewaltig und endzeitlich, allerdings nicht in dem Sinne, dass sie schwer hörbar wären. Nein, tatsächlich geht der tieffrequente und mächtig groovende Sound sogar ziemlich komfortabel ins Ohr; grundsätzliche Sozialisation mit derber Krachmusik vorausgesetzt, versteht sich.

Auch wenn das Ganze natürlich weitaus weniger chaotisch ist und songwritingmäßig aus einem anderem Jahrtausend stammt, erinnern mich Atmosphäre, großräumige Produktion und vor allem das tiefe Gegröhle auf "Hiding In Light" sehr an mein postapokalyptisches All-Time-Lieblingsalbum "Inde$troy" von Saw Throat.

Und wer mit diesem Vergleich nichts anfangen kann, der wird immerhin ein paar Parallelen zu Napalm Death finden können, und zwar vor allem in den clean gesungenen Passagen, die große Ähnlichkeit mit den Chorälen haben, mit denen die Briten auf ihren neueren Alben gerne mal experimentieren.
Und immer wenn Barney & Co. die akustische Nähe der Swans suchen, ist die Stimmung ähnlich abgründig wie bei Menhir.    


"Hiding In Light" ist eine ganz hervorragende EP, an der ich höchstens kritisieren könnte, dass sie eben nur eine viertelstündige EP ist. Mich holt dieses Zeug musikalisch vollkommen ab und bereitet mir eine monolithische, urgewaltige Freude.

Dazu noch das Tape in der bekloppten, aber äußerst formschönen Verpackung, deren Entstehung auf der facebook-Seite von Tartarus Records liebevoll dokumentiert wurde. Herrlich!


Da bleibt nur ein Wunsch: Mehr Menhir!



Anspieltipps: Image From Void, Scalar Field, Hiding In Light




2016-05-14

LA MUERTE - Murder Machine

Kino, liebe Kinder, ist kein Ersatz für die Schule! Denn ganz viele Sachen, die in Filmen gesagt werden, stimmen tatsächlich gar nicht.

Es gibt allerdings durchaus ein paar Ausnahmewerke, denen man bedingungslos vertrauen kann, dass sie nichts als die Wahrheit abbilden. Dazu gehört selbstverständlich die Austin Powers-Trilogie. Also zumindest zum Teil.

In dieser Doku-Reihe lernen wir u.a. warum Dr. Evil so böse wurde: Er wurde von Belgiern aufgezogen. Und diese Belgier sind einfach unglaublich böse.

Und damit sind wir auch schon direkt bei La Muerte.




LA MUERTE - Murder Machine (bloodbath 12") (2016)

Seit letztem Jahr sind die Mitte der Achtziger gegründeten Wild Fucker und Meister des kriminell abartigen Schweinegeilrocks ja wieder live unterwegs, und Junge, was liefern die eine Hammershow ab! Definitiv eines der ganz großen Highlights des diesjährigen Roadburn Festivals.

Pünktlich zum Fest ist am Record Store Day das erste Studio-Lebenszeichen von La Muerte seit fünfzehn Jahren erschienen, die etwa viertelstündige EP "Murder Machine", zu haben u.a. als einseitig abspielbare 12"-Scheibe in transparentem Rot oder "bloodbath", wie wir Freunde der sinnlosen Gewalt sagen.

Das Cover folgt dem von Monster Truck gesetzten Trend und zeigt uns eine künstlerspezifische Aufnäherkutte. Man könnte natürlich auch sagen, dass wir einfach nur den Sänger in Bühnenklamotten (inklusive Sack überm Kopf) von hinten sehen. Oder halt die titelgebende "Mordmaschine".

Die EP scheint mir ein Konzeptwerk zu dessen Aktivitäten zu sein, geht es in den drei Songs doch ums Verprügeln,  Zerstören und Auspeitschen:

"Whack This Guy" ist ein flotter Thrashpunk'n'roller, gut abgehend und schön manisch, insgesamt aber eher der Aufwärmer für die beiden folgenden Stücke.

"Je Suis Le Destructeur" ist bratender böser Bikerrock, für den der Sänger auch endlich sein deathmetallisch Brüll- und Gurgelorgan rausholt. Der typische La Muuuuäärrrhhhte-Effekt, dass man ständig unkontrollierte Grunz- und Röchellaute zur Musik ausstoßen muss, setzt ein.

Bei "Get Whipped" setzt sich dieser Effekt fort. Mit acht Minuten Spielzeit wird dieser zugedröhnte Midtempo-Brutalostampfer zum Abschluss direkt episch. Zum verträumten Transzendieren taugt diese Ohrauspeitschung allerdings keinesfalls.

Roadburn Festival 2016
Nein, La Muerte sind weder zum Knutschen noch als Fahrstuhlbeschallung zu gebrauchen, aber wenn einem der Sinn nach Pulp. Exzess und Spaß am Bösen und Gewalttätigen steht, dann ist man bei den irgendwo zwischen Hawkwind und Pungent Stench herumwütenden Belgiern genau richtig.

"Murder Machine" ist schon aufgrund seiner Kürze kein "Kustum Kar Kompetition", ein ganzes Album auf diesem Niveau würde aber durchaus ähnlichen Spaß bereiten.

Bluuuüüüaaarrghh!


Anspieltipps: Get Whipped, Je Suis Le Destructeur, Whack This Guy






2016-05-13

Worldwide Pinhole Photography Day 2016

I missed it the last two years, but this time I wanted to participate on the Worldwide Pinhole Photography Day again, which fell on April 24th 2016.

It's only one film in one pinhole camera (even though I have two more), but - hey! - it's better than nothing, right?

So here are all six pictures plus two making ofs, which facebook saved from my harddrive crash.

camera: Holga Wide Pinhole Camera (frame format 6x12 cm)
film: ORWO NP 20 (expired 07/1991)



 




 





2016-05-08

ROADBURN Festival 2016 • DAY FOUR : The Afterburner / Sunday, April 17th

Buried At Sea

Warning: This review contains a heavy amount of whining.

As I already mentioned in my review of the Anneke van Giersbergen concert in Hamburg my computer just sent me through a week of digital hell, not only causing a delay of this very text you're reading right now, but also including the destruction of my harddrive which of course I hadn't backed up since way too long. Which means that I have lost all digital photographs of this year, except for the low-fi copies which I have uploaded to flickr, facebook or this blog.

So other than my Saturday report, for which I had already prepared the pictures when the crash happened, I have lost all my festival shots of Sunday. The only thing I have left is the picture above which I briefly used as facebook title image and one other small thing (see further below).
It's a pity - to put it mildly -, since I really had taken some nice ones, especially of Menhir and Neurosis.


For the sake of keeping the established structure you'll see a bunch of placeholders here, all film photographs which I have taken during my Roadburn stay in the environment of Oisterwijk.

Some of them where taken on Thursday, others on a second trip to the Kampina heath on Sunday.


As much as I don't regret that second excursion, I probably should have rested shorter in my hotel room afterwards. Remember me spotting members of The Vintage Caravan Friday night?
Of course they played an early surprise show in the Cul de Sac, which I only realized when I saw their records in the merch area while they were already far into their set, so I opted for a good spot at the first Main Stage show instead.

At least concerts of the Caravan aren't that rare these days and I'll probably see them in Wacken in a few months.


And while I'm still at it, let's jump ahead to the very last band of the festival and then be done with the whining:

Even though the Cul de Sac is by far the smallest Roadburn venue, there's mostly enough room in front of the stage to breathe. You just have to get there first. I arrived before Death Alley started and watched the room getting more crowded than I had ever seen before.
Which was ok, because I was already there. But then the band played one song for the line check and immediately a couple of douchebags deemed it a good idea to start a moshpit right next to the monitor boxes which were standing on cases with rolls. These cases are always in danger to slip under the stage and cause the boxes to fall and that's some seriously dangerous shit in such a jammed place. And on top of that I realized that the music and the singer of Death Alley - well, don't understand this as an offence, since it is only a matter of taste - they just weren't up my alley. (dingdingding - pun alert!)

So I was stuck there with a band I probably wouldn't care much about as the last thing I saw at this Roadburn. But let's give them a chance, maybe it's only that song... So they started their set, the crowd went wild, the band was admittedly rocking it and... boom! An amp fell of its box.
The break caused by this accident was long. Too long for me, so I finally decided to leave the place even though this looked like an impossible task. It took me quite a while and felt like travelling through an overlong birth canal. But finally I made it and there was just enough time to end my festival programme another way...


But now finally to the shows I attended, which all took place either inside the 013 or the Cul de Sac, since the Afterburner always is a little more intimate with the festival beeing reduced to three (instead of five) stages.
   

not Green Carnation

On the Main Stage Green Caranation performed their classic album "Light Of Day, Day Of Darkness" in its entirety.

That album is supposed to be one song of sixty minutes, but let's face it, that's just a technicality. Somewhere beyond the half-hour mark any song of multiple parts ceases to feel like one singular piece. Just an observation which obvioulsy doesn't take away from the quality or Hörvergnügen.
Yet especially with this piece it's rather obvious, because some of the transitions on "Light Of Day" are a bit clumsy and forced.

The album from 2001 features a lot of genres, from doom metal with orchestral and prog rock elements to gothic rock, folk and world music influences.
The ambition was great, the production a product of its time (shitty artificial drums galore!), the musical arrangements for the biggest part great. But every now and then some really bad kitsch or a totally redudant riff happens and makes you shudder: Why this?

But in a way even the failures are part of the charme of this album, so I was keen to hear it live. And admittedly the band even made the originally meh parts sound really good. Nothing embarassing left.

What struck me right from the beginning was how refreshing the singer appeared in the context of this festival. The full out classic metal / gothic / almost operatic voice really was something different here. As was the whole performance, which introduced yet another form of epicness to Roadburn.

Very big, professional and ambitious - and definitely more rousing and touching than the studio version. 

not Blind Idiot God

But now back to Roadburn normal. Give me some sick shit!

Starting with brutal minimalistic riffs over insane power prog drumming Blind Idiot God made it clear from the beginning that they had a totally unique - and above all just fucking mental - sound. The instrumental trio has been around since the Eighties and their style is best described as a hybrid of King Crimson ("Red" phase) and harsh No Wave.

Yet beside the mind-melting headbanging craziness the band also has another side which manifests in rather relaxing spacy dub tunes. Too bad I could only see half the show, but I later bought a CD of them for the drive home at least. Boy, this stuff makes your brain jump around like a superball in your head.


not Jakob

The reason why I cut Blind Idiot God short came all the way from New Zealand and was also an instrumental trio.
Over a rhythm section with a surprisingly roasting bass Jakob flooded the audience with waves of dreamy elegiac post rock, a welcome trance-inducing experience for all tired Roadburners. Those weren't very talkative this whole afternoon, making the pauses between applause and the beginning of the next song unbelievable silent for such a huge crowd.

But the love was apparantly there - and rightfully so, because play in a l league which can only be topped by few other bands like let's say Mono.

Their music was accompanied by atmospheric layered live video collage of woods, rivers and such, so in this case my placebo picture is indeed not too far from the real thing.


not Ecstatic Visions

In the mood for some driving upbeat space rock with hoarse vocals, crystal clear flute and saxy sexophone? Enter Ectstatic Visions!

At an average every Roadburn day needs at least one psychedelic freak-out.

Ultimately I prefered the likes of Hills, Der Blutharsch and New Keepers Of The Water Towers on this weekend, but that doesn't diminish Ecstatic Visions much, as they put their own fast and raw rock'n'roll edge on it, which was undeniable infectious and fun.

However I am still confused by the sax player. Are we related somehow? Especially with his hat on the guy really looks a lot like my brother. Doppelgängeralarm.


not Witch Trail


The early evening began with a young dutch band in the Cul de Sac.

Witch Trail reminded me of bands like Bast or Vattnet Viskar who combine black metal with slices of doom, sludge and post rock, but they are still a few worlds away from those two.

Which is ok, as these were three young guys still developing their style. And the direction is already very promising.


Neurosis, actually

Neurosis continued their anniversary celebration and this time I was closer to the stage and witnessed a longer part of the show, which had a good bunch of very straight-forward hardcore (or post hardcore or whatever you call it) tracks in it, besides the more challenging and disturbing stuff.

It's hard to explain, what sets Neurosis apart. Of course they are always ridiculously thick and heavy. But they are not the only super brutal band of angrily shouting middle-aged men on the planet.
I think a part of it is really that you feel the personalities of Scott Kelly, Steve von Till and Dave Edwardson bringing this seemingly untamable beast to life and somehow even controlling it, which makes the difference.

Legends at work. What a display of power!



You could think that no deep and noisy tune could entertain you after this, but what if Roadburn gave you something double-deep?

not Menhir - well almost not ;)

The dutch trio Menhir entered the Cul de Sac stage with two bass guitars and drums (plus industrial and spaced out samples) to unleash what they pretty self-explaining call "astro sludge".

So yeah, they sound like a monolith smashing its way through a meteor field. The drone of the basses of which one was often played in the style of a regular six-string rhythm or lead guitar was pleasantly overwhelming, the deep vocals sometimes reminded me of the choral stuff which happens on the newer Napalm Death records besides the growls and screams. And even more significant for me, I felt thrown back to the apocalyptical bleakness of Rich Walker on Saw Throat's legendary "Inde$troy" album.

They were not as devestating as Jucifer on Wednesday nor as hypnotic as Dark Buddha Rising, let alone as almighty as the all-overtowering Neurosis, but somehow of all the super heavy sludge bands, Menhir were the one I ultimately had the most fun watching.

I would have bought their strictly limited "Hiding In Light" cassette (embedded in black silicon rubber with golden sprinkles) right there, if only I hadn't already ordered it a while before. Damn, I could have saved the postage. Great band!


not Buried At Sea

The last band on the Main Stage also belonged in the category of How can this get even nastier, heavier and angrier?

Buried At Sea not only emulated the general wall of noise from Neurosis, but combined it with vocals which deliberately were so over-the-top distorted and overdriven, that it really felt uncomfortable like beeing ripped apart and dragged down the ocean by seriously pissed off sharks of doom. Maybe this is indeed the sound of drowning.
What the fuck made these dudes so furious? Impressive.

I took a short break from Buried At Sea for a few minutes of Death Alley *whistling*, but was back right in time to see the last songs of the band. And it was well worth it.


And thus ended another incredible Roadburn festival.

It still is too overwhelming to analyze the whole thing in a cold résumé or try to compare it to the last years, so I just take it as it was and is - the fucking greatest week of music of the year. Peerless, inspiring and still unbelievable. See you in 2017!



As a conclusion here's a short wish list of some artists I would like to see there in the future (not that Roadburn-Walter would need my help to put together an incredible line-up):

  • Earth
  • Sunn O))) (just because)
  • Autopsy (well if there's one death metal band which Roadburn desperately needs...)
  • Lis Er Stille (one of the most exciting live bands out there and deserving every bit of attention)
  • Radare (for the sake of doom jazz)
  • Seven Impale (for the sake of a prog/metal/jazz freak-out)
  • or as an alternative Exivious and/or Our Oceans
  • anything with John Zorn (no explanation necessary)
  • Julie Christmas
  • Laibach revisited again (their programme of slovene 80s classics would totally fit Roadburn and kill it)
  • Karyn Crisis' Gospel Of The Witches 
 Ok, I guess that's enough for now.




more reviews:







2016-05-06

ROADBURN Festival 2016 • DAY THREE : Saturday, April 16th

La Muerte

After the longest Roadburn night on Friday, Saturday's programme began relatively early.

While Het Patronaat was already in use as a cinema for the screening of Diamanda Galás' advantgarde film "Schrei 27" which deemed me too stressful at this point, I began my day revisiting the Cul de Sac, where I hadn't been the whole Friday.

Under the slogan "Roadburn introduces" a new dutch group of seasoned musicians was ready to wake up even the most tired hangover zombies with an adrenalin rushing dose of rock'n'roll.

Dool

Though it wouldn't be adequate to reduce them to that, you cannot talk about Dool without mentioning The Devil's Blood, since the band includes two former TDB members on bass and drums. This precisely pushing rhythm section is just unmistakable, especially since Dool also mix the sound of distorted, cleaner and sometimes acoustic guitars in a way that is very akin to The Devil's Blood. Which - to be clear - is a very good thing.

It would probably be redundant to copy the overly occult part, so Dool obviously appeared a little less otherworldy and more grounded, which was espacially embodied in the energetic straight forward rock demeanor of front woman Ryanne van Dorst.
There's was also a noteworthy influence of gothic rock (the good shit, not the boring kitsch) to be found in Dool's music, which however didn't take away from the thrilling power of the simultanously raw and perfectly skilled performance.

On top of that Dool had the best sound I've heard in the Cul de Sac during the whole week, so all in all the day couldn't have started better.
  

Skepticism

The contrast between the rock party of Dool and the first band on the Main Stage was as big as it gets. It seriously took me a while to innerly adjust to the solemn gravity and bleakness of Skepticism.

The white roses, the painfully dragging slow motion, the minimalist stageacting and above all the montrously mournful organ left no doubt why the genre is called funeral doom.
Skepticism performed a fan-picked setlist, which was a slight disappointment for me, given how much I love the recent album "Ordeal", which is also the only one I'm really familiar with. But in a democratic fan decision new material hardly has a chance, if there are decade old classics in its way.

On the other hand there's nothing wrong with the old compositions, of which at least I recognized "The March And The Stream". The whole performance of Skepticism was doom at it`s gloomiest, not without beauty, but undoubted without hope. We will all die at some point and Skepticism reminded us of that with great sincerity.


Galley Beggar

After thus being confronted with the reality of the indissoluble dichotomy of life and death, the next band in Het Patronaat was a much happier affair.

Galley Beggar  are an english folk rock band that - while featuring a trippy lead guitar and leaning to the psychedelic in general - have a far stronger emphasis on their celtic folk roots than on the rock side of things. So their show cleary missed the heaviness which even Roadburn bands with related influences show from time to time. In a way that made Galley Beggar the band the closest to being displaced at the festival.

However I enjoyed the light-hearted musicianship and otherness (in the festival context) of Galley Beggar. Their hour-long set was absolutely enjoyable and got me in the perfect mood for the next band on the Main Stage, which I had anticipated like almost none other...


Tau Cross
Tau Cross

Tau Cross, the new band of Amebix mastermind Rob Miller, which also includes Voivod's Michel Langevin (aka Away) on drums, had my expectations at the roof, not just for the line-up, but also because their self-titled debut from last year is already a classic in my ears. And if their show proved one thing, it is that I'm not alone with this feeling. It's surely not that often that the choruses of a debut album are sung along by the audience that loud at Roadburn.

Relentlessly pushed forward by Away, who always makes it look so unbelievable effortless, the band just killed it with every song, be it the opener "Fire In The Sky" (even though Miller's voice was muffled by the mask he wore for it), the snotty "You People", "Lazarus" or the phenomenal "We Control The Fear", where Miller played the acoustic guitar. He obviously delegates the bass guitar live, which gives him more freedom as a frontman.

Is Tau Cross predominantly a metal band? Or is it punk? Crust? Rock'n'roll?

I don't care, no one cares. It's just raw, rousing, catchy yet still intelligent, fantastic music.

And if I had to chose the one greatest concert of Roadburn 2016 - this is it!

Converge (feat. Steve von Till & Chelsea Wolfe)


Converge followed on the same stage with their "Blood Moon" set.

Emerged from hardcore and reaching into all kinds of sonic and emotionally heavy "post" music with a big setup and line-up they clearly belonged to the cluster of bands related to Neurosis of which this Roadburn saw quite a few.
Though not as infernally noisy as the godfathers nor as epic and layered as Cult Of Luna the band played an intense set on the verge of big feelings and mechanical brutality.

What held me back from really digging this genre-defying performance was that I am just not a fan of the lead singer, who couldn't win me with both his clean and his screaming voice.

But I stayed long enough to see the special guests Steve von Till and Chelsea Wolfe enter the stage and suddenly everything was perfect. Especially the beautifully haunting singing of Wolfe just elevates everything into a whole new dimension.

There's only this thing... Since both enigma queen Chelsea Wolfe and also her partner in crime Ben Chisholm were already joining Converge, I couldn't help but wonder why there was no Wolfe concert at the festival. As good as Converge were; to see her "Abyss" tour show again would have meant a great deal more for me.


Dead To A Dying World

Dead To A Dying World, who followed in the Green Room, were great when they followed the footsteps of My Dying Bride, combining epic doom death with classical violin. They also brought black metal into the mix, which was generally ok, but sometimes leaned a little towards blast boredom.

The vocals were delivered by two singers, with the big bear guy doing the growls and the petite lady in the black metal shirt shrieking, so even in this formation the vocal range of the band was relatively limited. Which of course is ok in extreme metal. The greatest luxury in this was that there were many long instrumental passages, where the singers just sat in the middle of the stage and waited.

And as stupid as it is, I just have to mention the two mannerisms that totally distracted me from the serious tone of the music. Because once you discover that the male singer nods his head between every line or sometimes even word, while the female singer does "the flapping bird" (= to hold the microphone with  two hands and move your elbows with every scream) - you just can't take your eyes off it.

All in all Dead To A Dying World were quite entertaining, but not for the full one hour length of their show.


I returned to the Green Room soon after the set was over, because for the following band I really needed a place in the front row...

La Muerte

La Muerte


Fuck! Did I already crown Tau Cross as this year's best band at Roadburn?

Maybe they were, maybe it was Sinistro, but maybe ... bam! ... it was the excessive rock'n'roll whatthefuckery of this legendary band from Belgium: Laaaa Mmmuueeerrrrteeeee!

La Muerte are pulp and overdrive! La Muerte are the mist of evil in the insane asylum! La Muerte are ZZ Top brutally baseball-batting Johnny Rotten on Sunset Strip!


A few months back I would have never thought of this band playing at Roadburn. Twentyfive years ago I had read a totally ridiculous review of their then recent album in the german RockHard magazine. A few years later I discovered the CD somewhere and since then I loved this strange perverted bastard of death metalized biker rock and  sheer madness.
However I never dug deeper into the band's history. I even thought they were French. But when the reunited band was announced for Roadburn I instantly knew that it was a new life goal to see La Muerte play "Kustom Kar Kompetition".

And they played it. And I was there. And it was great.

And they played "Coutau Dans l'Eau". And they played new stuff from the "Murder Machine" EP and it was all great.

Viva La Muerte!


Blood Ceremony

Only one and a half hour left of this Roadburn Saturday. The last chance to watch a show in Het Patronaat.

The premise doesn't sound too original these days: Another group of Coven and Sabbath worshippers, an occult "retro" band mixing traditional doom and heavy metal with playful folk influences, with a female singer in boots and hot pants who also plays organ and concert flute.

But unholy shit! Blood Ceremony knocked it out of the park, delivering on all levels.

The foundation is just really good live suitable songwriting, where everything is in its right place. With this, the musical skills of the band and the pleasant charisma of front woman Alia O'Brien the audience rightfully ate out of Blood Ceremony's hands.

A worthy festival finale for the venue!


Neurosis


Meanwhile in the 013 Neurosis celebrated their 30th anniversary with the first of two two-hour shows, spanning material from their whole career.

During the whole festival I only glimpsed at a small portion of all the Neurosis stuff. It's not that I wouldn't like the band, no, they definitely meet my taste. But I`m just not that acquaintented with them, my only Neurosis record is their grim and gloomy masterpiece "Through Silver In Blood".
So the whole overkill around them was a bit overwhelming.

I didn't even try to find a place near the stage when I entered the packed hall shortly before the final two epic songs of their show, but settled for a place somewhere on the balcony.

And even though I couldn't really see a thing and this wasn't the ideal acoustic spot either, the crushing shamanistic intensity when of all things they played "Through Silver In Blood" was an unmatched experience. So devastating, hypnotic and cathartic at the same... pure perfection Roadburn style!

See you tomorrow, Neurosis!


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