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2015-03-25

NAPALM DEATH - Apex Predator - Easy Meat

Was? Nicht auf Vinyl? Und das bei dem *mmmmhhhh* schönen Cover?
Dabei enthält die Plattenversion doch sogar einen exklusiven Bonustrack!

Das CD-Mediabook kommt allerdings gleich mit drei (anderen) Bonustracks.
Und darauf spekulieren, dass der LP vielleicht wie vorbildlicherweise bei Deichkind ein Downloadcode für alles und noch viel mehr beiliegt, wollte ich lieber nicht...

Diese Art Entscheidung finde ich beim Albumkauf ja eher doof, vor allem bei einer Band mit  so kapitalismuskritischer Haltung wie Napalm Death.

Und das war [SPOILER ALERT!] auch schon die einzige negative Kritik, die mir zum neuen Werk der englischen Grind-Legende einfällt.


NAPALM DEATH - Apex Predator - Easy Meat (Mediabook) (2015)

Ich könnte es mir jetzt auch ganz einfach machen und sagen, dass Napalm Death es wie immer (=auf dem vorigen halben Dutzend Alben) machen. Wobei dieses "wie immer" ja zum Glück schon ein gesundes Maß an Abwechslung beinhaltet.

Die Basis ist stets schnelles, ultrabrutales und präzises Geblaste und Gestampfe, mal mit mehr, mal mit weniger Death-Metal-Einschlag, so wie ab und zu die Bremse und der Sturz in die No-Wave-Hölle.

Auf "Apex Predator - Easy Meat" ist es gleich der beschwörende, perkussive Opener und Titeltrack, bei dem Michael Gira aus der Ferne grüßt, ehe die Verstärker angeschmissen werden und mit allen Reglern auf elf das große Gedresche beginnt.

Grindcore ist nicht das Genre, in dem Lagerfeuer-Evergreens komponiert werden, doch Napalm Death schaffen es auch bei maximaler Kloppe erstaunlich oft, Ohrwürmer einzustreuen. Dazu kommen geschickt über das Album verteilte, überraschende Farbtupfer, z.B. durch Cleangesang ("Hierarchies") oder Klavier in "Clouds Of Cancer".


Barney (howling for liberation), Shane (grinding and howling for emancipation), Mitch (riffing and howling for release) und Danny (drumming out the despotic) feuern aus allen Rohren gegen Ausbeutung, Sklaverei, die dunkle Seite des globalisierten Raubtierkapitalismus. Und sie sind angefressen, wirklich wirklich angepisst. Selbst im Kontext des Œuvres der Grind-Urväter Napalm Death ist "Apex Predator" ein auffallend stinkiges Album.

Ich sag mal, die letzte Scheibe in meiner Sammlung, an die Napalm Death hier atmosphärisch anschließen, ist wohl "A World Lit Only By Fire" von Godflesh. Ich genieße die beiden auf jeden Fall gerne hintereinander.
Und ein würdiger Nachfolger für "Utilitarian" ist "Apex Predator - Easy Meat" natürlich auch.

Fazit: Qualitätsfleisch aus Meisterhand!

Bitte bald die Split-Single mit Voivod, von der ich es irgendwo munkeln hörte!
Überhaupt, was muss das mit den beiden Bands für eine saugeile Tour gewesen sein vor kurzem in Nordamerika... *Neid*

Anspieltipps: Cesspits, How The Years Condemn, Hierarchies, Stubborn Stains, Apex Predator - Easy Meat ... Zufallswiedergabe tut's auch!



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