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2014-01-31

TRANSATLANTIC - Kaleidoscope

Da sind sie endlich wieder, die Herren Stolt, Morse, Portnoy und Trewavas! Trotz zahlreicher Verpflichtungen wie u.a. Marillion, The Flower Kings und The Winery Dogs gibt es über vier Jahre nach "The Whirlwind" ein neues Studioalbum der Supergroup Transatlantic:



TRANSATLANTIC - Kaleidoscope (2CD + 2DVD Artbook) (2014)

Zu haben ist das Album in diversen CD- und/oder LP-Versionen und Bundles, wie viele genau, weiß wohl nur der Prog-Gott allein. Und vielleicht noch Inside Out Music. Da ich dieses Jahr schon ganz nach Tilburg fahren werde, um die Herren live zu sehen, hätte ich's albern gefunden, mich beim Tonträger lumpen zu lassen und habe mich für die luxeriöse Artbook-Variante im Beinahe-LP-Format entschieden.

Das Cover, welches das Transatlantic-Luftschiff durch das titelgebende Kaleidoskop betrachtet zeigt, kommt sehr schön als eines dieser räumlichen, je nach Blickwinkel anders erscheinenden Wackelbilder daher. Das Buch enthält Songtexte, Liner-Note-Interviews mit allen Bandmitgliedern und natürlich Promobilder, sowie Fotos aus dem Studio und vom Videodreh zur Single "Shine".
Alles sehr schön gemacht und in sich noch stimmiger als beim vergleichbaren Artbook von Dream Theaters "Live at Lunapark".

Aber nun zum wichtigsten: Es sind vier Discs enthalten.

CD 1 enthält das wieder einmal rund 75 Minuten lange Album. Nachdem "The Whirlwind" ja nominell nur einen einzigen Song erhielt (welchen ich allerdings nach wie vor eher als Konzeptalbum aus vielen Stücken empfinde), hat sich die Band diesmal formal wieder an ihren beiden ersten Werken "SMPTe" und "Bridge Across Forever" orientiert. Drei kürzere Stücke stecken im Sandwich zwischen zwei Epics. Wenn man unbedingt einen Vergleich mit früheren Stücken habe wollte, entspräche das neue Album in etwa folgender Playlist: "Duel With The Devil", "We All Need Some Light", "Mystery Train", "Bridge Across Forever", "Stranger in your Soul".

Zumindestens bei den drei mittleren Songs taugt dieser Vergleich auch als musikalische Referenz: "Shine" ist die hymnische Singalong-Ballade, "Black As The Sky" der knackigere Rocksong und "Beyond The Sun" das entrückte Pianostück, alle drei für sich genommen zwar stark, aber kaum repräsentativ für das Album als Ganzes, jedoch ein willkommener Gegenpol zu den mammutösen Epen "Into the Blue" und dem Titelsong mit Spielzeiten von 25 und 32 Minuten.

Ein Konzeptalbum ist "Kaleidoscope" nicht, aber ähnlich wie bei "Bridge Across Forever" gibt es ein paar Motive, die sich von einem Song in einen anderen hinüberschleichen.

Das gesamte Album bietet genau das, was man von Transatlantic erwartet, also eine stilistische Mixtur der Stamm- und Ex-Bands und Solowerke der vier Mitglieder mit ausgeprägtem Hauptaugenmerk auf die ihnen allen gemeinsamen Einflüsse der Marke The Beatles, Yes, Genesis, King Crimson, Pink Floyd und noch ein paar Mal The Beatles. Alles vom allerfeinsten, mit tollem Gesang und großen Melodien, liebevollen Details und Wendungen. Zwei besonders schöne Momente (unter vielen anderen) sind für mich die von Pete Trewavas gesungende Passage "Walking The Road" in "Kaleidoscope" und der Gastgesang vom 5. (Tour-)Mitglied Daniel Gildenlöw (Pain Of Salvation).



CD 2 zeugt davon, dass mal wieder ein Tag im Studio übrig war und bietet acht Coverversionen, u.a. von Elton John, Yes, Procul Harum und The Moody Blues, von denen die meisten im Vergleich zu Transatlantics eigenem Material wohl einen ziemlichen Spaziergang darstellen. Soweit ich das beurteilen kann sehr nah an den Originalen gespielt, sind die Tracks dieser Bonus-CD musikhistorisch sicherlich bedeutungslos, aber dennoch natürlich tadelloses Handwerk und eine nette Beigabe.


Auf DVD 1 gibt es das Album noch einmal im 5.1-Surround-Mix und auf DVD 2 das so eher mittelprächtige Video zu "Shine", sowie ein ausführlich Making of, bei dem man wieder einmal im Heimstudio von Neal Morse zu Gast sein und den Meistern bei der Arbeit zuschauen darf.


Fazit: Auch wenn ich es in einer Rangliste noch nicht einordnen könnte, bewegt sich "Kaleidoscope" zweifellos mindestens auf dem Niveau seiner drei Vorgängeralben. Transatlantic haben also erneut ein zeitloses Meisterwerk geschaffen, welches sich mit Sicherheit in 11 Monaten in meinen Top-Alben des Jahres wiederfinden wird.

Und neben der tollen Musik zeigt das Label Inside Out mit dieser Limited Artbook Edition einmal mehr, dass es noch viel mehr im Leben gibt, als sich mp3s runterzuladen.


Anspieltipps: Kaleidoscope, Into The Blue, Black As The Sky, Nights In White Satin

2014-01-18

52 Wochen | 01 | retsnümuen

004/365 • retsnümuen

Es ist soweit: Nach ein paar Jahren Pause habe ich mal wieder ein 365-Tage-Projekt gestartet! Das bedeutet, ich beglücke mich und die Welt ein Jahr lang jeden Tag mit einem neuen Digitalfoto.

Diesmal benutze ich jedoch nicht meine DSLR, sondern die Digital Harinezumi 3.0, eine primitive digitale Lo-Fi-Knipse, der ich hier demnächst auch ein paar Worte widmen werde. Alle Bilder zeige ich so, wie sie aus der Kamera kommen. Die einzige nachträgliche Bearbeitung ist die Verkleinerung auf 933 x 700 Pixel.

An dieser Stelle präsentiere ich von nun an jeweils ein Bild aus der vergangenen Woche. Die kompletten 365 Fotos sind auf flickr, sowie dem ganz diesem Projekt gewidmeten tumblr "Year of the Hedgehog" zu sehen.

http://igel365.tumblr.com

2014-01-10

LAIBACH - Iron Sky - Director's Cut (2LP / 2CD Set)

Ob ich dieses Jahr wohl irgendwann einknicke und mir einen Plattenspieler zulege?

Eine Doppel-LP habe ich mir ja gerade schon gekauft. Allerdings enthält diese Deluxe Edition auch die CD-Version des Albums, die ansonsten nicht alleine zu haben ist. Der Preis war jedoch sehr fair, also wirklich keine Abzocke, auch wenn man nur ein Medium benötigt.

Es handelt sich um den Soundtrack zum Director's Cut (leider heißt er nur in einer britischen Edition "Dictator's Cut") der finnischen Sci-Fi-Mondnazi-Satire "Iron Sky", komponiert von Laibach.

Natürlich besitze ich als Fan bereits den Score zur normalen Kinoversion des Films, und ich habe diesen auch schon in einem ausführlichen Review besprochen und in meine Liste der Top-10-Alben 2012 aufgenommen.

Deswegen spare ich mir auch, das dort bereits zur Musik Geschriebene hier noch einmal zu wiederholen.

Spoilergefahr zum um 20 Minuten erweiterten Film besteht übrigens nicht - denn den habe ich bisher tatsächlich noch gar nicht gesehen.


LAIBACH - Iron Sky - Director's Cut - The Original Film Soundtrack (Limited Deluxe Edition) (2013)

Wie zu erwarten, fallen einige Stücke länger aus als in der früheren Version, wie z.B. besonders die auf zwölf Minuten angewachsene "Space Battle Suite". Das ist allerdings nicht nur den zusätzlichen Szenen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass einiges jetzt anders aufgeteilt (und betitelt) ist.
Zudem erklärt es, dass der Score trotz um neun Minuten gestiegener Gesamtspieldauer zwei Tracks weniger zählt.

An der Chronologie hat sich geändert, dass der vormalige Opener "B-Mashina", der damals ja gar nicht im Film selbst auftauchte, nun in die Mitte (Anfang des zweiten Tonträgers) gerutscht ist, in bestem Laibach-Deutsch "Das B-Maschine" heißt (vgl. auch "Götterdammerung") und natürlich von Milan Fras auf deutsch getiefsprecht wird. Jawoll!

Der wichtigste Unterschied zur kürzeren Version ist allerdings, dass diesmal keine Sprachsamples aus dem Film eingestreut sind. Das gesamte Hörerlebnis ist dadurch ein anderes (mehr Musikwerk als Hörspiel eben), was diesen Neukauf auf jeden Fall schon alleine rechtfertigt.

Der Soundtrack bleibt ein Meisterstück, welches jetzt noch epischer und gereifter daherkommt. Die neuen Passagen reihen sich stilistisch nahtlos ein, auch was den laibachschen Hang zu hemmungslosen Zitaten bis Persiflagen und Selbsttreferenzialität angeht.

Eine besondere Freude für mich, der ich mit dem leider sträflich unterbewerteten "Kapital"-Album zum Laibach-Fan geworden bin, ist ganz am Ende der kurze, hektische Remix der "Hymn To The Black Sun".

Bei der Aufbewahrung der Doppel-LP (die CDs liegen in Papphüllen bei) sollte mancher evtl. aufpassen, dass der ins Fenster spannernde Nachbar, der von "Iron Sky" und Laibach keinen Schimmer hat, die Hülle nicht in den falschen Hals bekommt.

Insbesondere das Innencover ist nämlich mal wieder ein gewaltiger visueller Stiefeltritt in die Fresse.

Außerdem jetzt offiziell und von großem allgemeinen Interesse: Laibach haben mit diesem Doppelalbum Tori Amos besiegt und sind von nun an die Künstler mit den meisten Tracks in meinem Musik-Player.



Anspieltipps: Space Battle Suite, Take Me To Heaven, Das B-Maschine, Götterdammerung Muss Fliegen, Washington's Escape With Interlude, Hymn To The Black Sun (RMX), Peace Lovin' Brother's Rap (Extended), Under The Iron Sky

2014-01-08

Appdeytz



D e r O h l s e n . d e

2013 war meine Seite komplett ohne Update. *schäm*

Deswegen habe ich jetzt mal wieder ein bisschen Bilder ausgetauscht und neue Galerien hinzugefügt.



Auf meiner facebook-Fotografenseite - da mache ich mir mal nichts vor - wird von meiner Seite aus wohl nie so richtig der Bär twerken.
Wer wirklich regelmäßig Fotos von mir sehen möchte, der sollte sich eben nach wie vor an meinen Hauptspielplatz flickr halten.


Ganz frisch habe ich mir eben einen tumblr zugelegt. Der ist allerdings gar nicht dafür gedacht, ständig Bilder zu posten (was ich ja eh nicht durchhalten würde - siehe facebook), sondern eher für mich zum kucken und... mal schaun. ;)

derohlsen.tumblr.com


Demnächst könnte es allerdings eine fotografische Geschichte von mir geben, für die ich tumblr nutzen werde. Auch deswegen groove ich mich dort jetzt schonmal ein.

Optimize my ass!

Um gleich mal mit Gemecker ins neue Blog-Jahr zu starten...

Kürzlich bin ich darauf aufmerksam geworden, dass bei Blogger hochgeladene Bilder beim Upload verändert werden. In Form von Verpixelung / schlechter Komprimierung war mir das nicht neu, aber dass schwarzweiße Bilder ungefragt eine trendige Sepia-Tonung bekommen haben sollten, klang dann doch nach einer anderen Nummer.

Als ich gestern gemerkt habe, dass von mir auch ein paar Bilder betroffen waren, habe ich mal nachgeforscht, was über Google und Forensuchen relativ schwierig ist, da man fast nur Anleitungen dazu findet, wie man so eine tolle Sepia-Tonung in Photoshop macht etc. *aaargh*

Tatsächlich hat Picasa (der zu Google gehörende Bilderdienst, den Blogger nutzt) irgendwann mal eine "automatische Bildoptimierung" eingeführt, d.h. wenn dein Bild zu hässlich ist, wird es direkt beim Hochladen verschönert. So zum Beispiel:

von Picasa optimiert

Das Original - hässlich wie die Nacht.

von Picasa aufgehellt und wunderschön

Das Original - vollendeter Augenkrebs.

Der tiefere Sinn dieser ästhetischen Bevormundung wird wohl darin liegen, dadurch noch mehr Google+-Nutzer zu fischen. Deaktivieren lässt sich der Quatsch nämlich ganz einfach. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man sich ein Profil bei Google+ einrichtet.

Soso...


Hier zwei hilfreiche Links, für alle, die nicht mehr zwangsoptimiert werden möchten:

Info: https://support.google.com/plus/answer/3338435?hl=de


Und jaaaa, wer ganz hinten in meinem Blog wühlt, der wird feststellen, dass ich meine Digitalfotos früher auch getönt und gesonstwasst habe. Aber das war - auch wenn ich es bei manchem Bild nicht mehr glauben mag - immerhin freiwillig. ;)