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2007-04-23

Fotos von LAIBACH im Faust

Wie vor ein paar Tagen angekündigt sind hier nun meine Fotos vom Laibach-Konzert in Hannover am 19.04.2007.

Genau wie neulich bei Colosseum in der Fabrik hatte ich mir statt digitalem Telezoomzeugs wieder die gute alte Adox Golf umgeschnallt. 100%ig zufrieden mit der Ausbeute bin ich nicht, weil vieles doch sehr sehr dunkel geworden ist, obwohl ich was Blende und Belichtungszeit anging durchaus noch Spielraum gehabt hätte. Anderseits sind auf beiden Filmen, die ich eingesetzt habe, auch ein paar Bilder drauf, die mir richtig gut gefallen... gelohnt hat es sich also. :)

Am extremen Rotstich bei den Farbfotos ist übrigens nicht nur die Lightshow, sondern vor allem mal wieder der vor neun Jahren abgelaufene Film schuld.
Und auf dem Türkiye-Bild hat Atatürk seinen Fingerabdruck hinterlassen. ;)


2007-04-20

VOLK (Laibach im Faust)




Harr!


Mein persönliches "Volk"-Tribut-Foto!


Nur so, damit noch mehr Leute beim Googeln nach Laibach hierher geraten. *g*


Außerdem hatte ich noch nie ein Foto aus der Pouva Start hier im Blog...



Nein, im Ernst: Ich habe gerade keine Kosten und Mühen gescheut, um mir noch einmal Laibach live anzusehen, diesmal in Hannover. Ist eigentlich ein bisschen weit für eine Band, aber naja... einmal im Jahr kann man sich das gönnen. Dafür fahre ich ja dieses Jahr auch nicht nach Wacken. ;)
Und jaaa, ich weiß: Laibach, Colosseum, Laibach, demnächst wieder Colosseum... mein persönlicher Konzertkalender ist wahnsinnig bunt. *g*

Wie ich Laibach auf dieser Tour so finde, habe ich ja schon vor ein paar Monaten beschrieben, und wer auf der Bühne eigentlich zur Band Silence gehört, weiß ich bekanntermaßen nach anfänglichem Irrtum nun auch.

Das Programm und dessen grundsätzliche Genialität sind unverändert geblieben, leider auch der Umstand, dass Gastsänger Boris Benko wieder nicht dabei war, obwohl es durchaus inzwischen schon Konzerte mit ihm zusammen gegeben hat. Schade, so waren's wieder nur 100 statt 110 Prozent. ;)
Dennoch, das war auch beim zweiten Mal sehr beeindruckend.

Komme ich zu den Unterschieden: Die 60er-Jahre-Halle, Teil des beeindruckend großen Faust-Kulturkomplexes in einer stillgelegten Fabrik, hat mit ihrer verqueren Architektur und der der irgendwo zwischen Tanzsaal und alternativem Club angelegten Gestaltung durchaus Charme, kann aber zumindest als Location für Laibach nicht mit Markthalle Hamburg mithalten, bei der alles einfach irgendwie noch mehr aufs Bühnengeschehen fokussiert ist.
Mit dem Sound schien es diesmal auch etwas weniger rund zu laufen, der Eindruck kann aber auch täuschen, da ich das ganze Konzert über direkt vor Bühne und somit nicht am idealen Klangspot stand.

Zum Fotografieren war der Spot aber in Ordnung. Mit Spiegelreflex und Tele hätte ich hier ein paar richtig schöne Close-Ups von Meister Milan, derVolk-Sängerin und der gnadenlos schmollmundigen dunkelhaarigen Trommlerin machen können... aber ich hatte natürlich wieder wie schon neulich bei Colosseum die Adox Golf dabei und drücke mir jetzt kräftig die Daumen, dass zumindest ein paar Bilder was geworden sind. Vielleicht sind alle ok, vielleicht keines; ihr werdet es demnächst hier sehen - oder eben auch nicht. ;)

Die Publikumsreaktion war ähnlich gut wie in Hamburg. Im Volk-Teil vielleicht etwas weniger ergriffen, dafür gab's aber auch keine "Lauter!"-Zwischenrufe. Nur einer hat sich ab und zu mal "Die Liebe" gewünscht... Erneut dann richtig große Begeisterung beim Zugabenteil und sicherlich 80%iges In-der-Halle-Bleiben über den kompletten Abspann, was ich erneut faszinierend fand. Laibach haben, obwohl sie sich auf dieser Tour ja sehr freundlich geben und am Schluß sogar artig beim Publikum bedanken, immer noch eine ganz eigene Art, einen nach einem Konzert zurückzulassen.

Diese Kunst würde ich bei meinen Blogeinträgen auch gerne beherrschen.

2007-04-11

Colosseum live (II)

Ich erwähnte ja schon in meinem Live-Bericht vom Colosseum-Konzert in der Fabrik, dass Lichtsituation und Aufnahmeposition nicht ideal waren. Zumindest nicht für eine mit einem vor neun Jahren abgelaufenen Film bestückten Adox Golf. ;)

Aber ein paar Fotos, auf denen man ein bisschen was erkennen kann, habe ich schon:



Fotos von vorne kommen dann wahrscheinlich nächsten Monat nach dem letzten Konzert der Tour. ;)

2007-04-06

Colosseum live (I)

Obwohl mir mein Rücken gestern übel zugesetzt hat, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, abends nach Hamburg in die Fabrik zu pilgern, wo die Jazzrocklegende Colosseum im Laufe ihrer Abschiedstour zu Gast war.
Nach dem Bluesrock-Festival im hamburger Stadtpark 2001 und dem Gedenkkonzert für Dick-Heckstall Smith 2005 war dies mein drittes Colosseum-Konzert, und es gilt wieder einmal, dass dem Fazit "genial!" kaum etwas hinzuzufügen ist.

Dass ich mich hier trotzdem um ein paar Zeilen bemühe, ist in erster Linie meiner Blogstatistik zu verdanken, die mir verraten hat, dass sich ohnehin ab und zu schon Googler auf der Suche nach Colosseum hierher verirrt haben. Nun bekommt ihr jedenfalls ein bisschen zum Lesen! ;)

Die Fabrik war proppevoll. Ich hatte das Gefühl, es waren sogar noch mehr Leute da als vorletztes Jahr. Ausverkaufter geht nicht. Dennoch gelang es, dort endlich mal meinen Fotocommunity-Buddy "Güll Güll" (Bernd Hansen) zum Plaudern und Filmetauschen zu treffen.
Da ich unbedingt einen Platz mit Abstützmöglichkeit brauchte, aber ich mir frühzeitig die Geländeraussicht direkt über Jon Hisemans Drumkit gesichert und auch nicht wieder hergegeben.
Ok, dadurch habe ich natürlich die Herren - und die Dame - Hiseman, Clemson, Farlowe, Clarke und Thompson die meiste Zeit nur von hinten gesehen (Dave Greenslade habe ich nicht vergessen, er orgelte aber am Seitenrand der Bühne), aber die Aussicht beim Drumsolo in der Zugabe war es wert. Außerdem sehe ich die Band ja auf ihrem letzten Clubkonzert in Kellinghusen in knapp einem Monat nochmal - und dann von vorne. ;)

Und was wurde musikalisch geboten? - Erwartungsgemäß natürlich allerfeinste Kost. Zwei Sets plus eine Zugabe, die unverzichtbaren Klassiker, Improvisationen und Spielfreude ohne Ende. Colosseum eben. Einzig Chris Farlowe war gesundheitlich etwas angeschlagen, weil er wohl irgendwo auf Tour etwas falsches gegessen hatte, bemühte sich aber redlich und mit Erfolg, die Anwesenden trotzdem nicht zu enttäuschen. Den Beinamen "The Voice" macht auch etwas Krankheit nicht unzureffend.
In punkto Gesang darf man aber auch Bassist Mark Clarke nicht vergessen, der bei seinen Stimmeinsätzen zu Glänzen wusste. Aber was ist bei dieser Band schon nicht auf höchstem Niveau?

Die Setliste bekomme ich nicht mehr zusammen, schon weil zwei Songs dabei waren, die ich nicht kannte, aber es waren u.a. dabei: Those About To Die, Theme For An Imaginary Western, The Valentyne Suite, Stormy Monday Blues, Tomorrow's Blues, Skelington und selbstverständlich als krönender Abschluss Lost Angeles. Was will man mehr? - Eigentlich nur bald nochmal sehen! :)


Falls meine Fotos mit der Adox Golf etwas geworden sind (sehe ich Mitte nächster Woche), gibt's demnächstvielleicht einen Nachschlag. Dafür möchte ich angesichts der Lichtsituation und meiner Aufnahmeposition aber nicht garantieren.